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Der Troubadour von Giuseppe Verdi
Inhalt
Die Vorgeschichte
Der Graf von Luna hatte zwei Söhne. Eine Zigeunerin wurde angeklagt, den jüngeren Sohn verhext zu haben. Sie wurde daraufhin verbrannt. Um den Tod ihrer Mutter zu rächen, entführte nun die Tochter der Zigeunerin den Sohn. Sie hatte den Plan, ihn in die Asche des selben Feuers zu werfen. Furchtbarerweise tötet sie aus Versehen ihren eigenen Sohn statt dem Sohn des Grafen. Für immer von ihrer Tat verfolgt, erzieht sie den Sohn des Herzogs wie ihren eigenen und nennt ihn Manrico. Die Jahre vergehen. Der ältere Bruder, nun ebenfalls Graf von Luna, und der Troubadour Manrico stehen sich als Feinde im Bürgerkrieg gegenüber, Graf von Luna kämpft für den Staat, Manrico für die Rebellen. Sie wissen nicht, dass sie Brüder sind …
Erster Teil: „Das Duell“
Ferrando, Graf von Lunas Hauptmann der Wache, drängt seine Männer wachsam zu sein. Er erzählt ihnen die Geschichte vom Feuertod der alten Zigeunerin und wie daraufhin deren eigene Tochter versucht hat, Rache zu nehmen, indem sie das Kind ins Feuer warf. Auch wenn dies vor vielen Jahren passiert ist, glaubt Ferrando, die Frau wiederzuerkennen, wenn er sie sehen würde.
Leonora wartet auf Manrico. Sie erzählt ihrer Freundin Ines, wie sie sich in den Troubadour und Rebellen Manrico verliebt hat. Auch Graf von Luna ist in Liebe für Leonora entbrannt und wartet auf sie. Man hört Manrico ein Lied für Leonora singen. Sie eilt ihn zu begrüßen, läuft jedoch aus Versehen in die Arme des Grafen. Als sich Manrico zu erkennen gibt, begreift der Graf, dass sein Rivale in der Liebe zugleich sein politischer Feind ist. Die zwei beginnen ein Duell.
Zweiter Teil: „Die Zigeunerin“
Manrico hat Graf von Luna im Duell besiegt, jedoch hat er ihn in einer Eingebung, die er selbst nicht versteht, verschont. Im Lager der Zigeuner erzählt Azucena Manrico vom Tode ihrer Mutter und von ihrem misslungenen Versuch Rache zu nehmen. Manrico ist verwirrt und fragt Azucena, ob er nach all dem noch ihr Sohn sei. Schnell zerstreut sie seine Zweifel. Ruiz, einer der Rebellen, überbringt die Nachricht, dass Leonora plant in ein Kloster zu gehen, da sie glaubt, Manrico sei tot. Manrico bricht umgehend auf, um sie aufzuhalten.
Auch Graf von Luna hat von Leonoras Absicht erfahren. Mit dem Ziel sie zu entführen, versteckt er sich zusammen mit seinen Soldaten beim Kloster. Plötzlich erscheint Manrico. Mit Hilfe seiner Männer entwaffnet er den Grafen und dessen Soldaten und flieht mit Leonora.
Dritter Teil: „Der Sohn der Zigeunerin“
Die Rebellen haben eines der Schlösser des Staates eingenommen. Graf von Luna bereitet seine Soldaten auf die Rückeroberung vor. Azucena, im Verdacht eine Spionin zu sein, wird von Lunas Männern festgenommen. Da erkennt Ferrando in ihr die Frau, die Graf von Lunas Bruder entführt hat. Als Azucena Manricos Namen ruft, glaubt Luna, dass er die Mutter seines Feindes in seine Gewalt gebracht hat. Er ordnet ihren Tod durch das Feuer an.
Manrico und Leonora sind im Begriff zu heiraten, als Ruiz berichtet, dass Azucena gefangen genommen worden ist. Umgehend ruft Manrico seine Getreuen zusammen, um ihn bei der Befreiung Azucenas zu unterstützen.
Vierter Teil: „Die Hinrichtung“
Manricos Versuch der Befreiung ist missglückt. Er ist mit seinen Getreuen und den Zigeunern gefangen genommen worden. Gemeinsam mit Azucena sollen sie bei Tagesanbruch hingerichtet werden.
Leonora bittet Graf von Luna, Manrico freizulassen, indem sie sich selbst als Preis für die Freiheit ihres Geliebten anbietet. Der Graf stimmt zu. Leonora nimmt daraufhin ungesehen Gift.
Manrico und Azucena befinden sich im Gefängnis. Leonora erscheint und bittet Manrico zu fliehen. Er weigert sich, ohne sie zu gehen, denn er ahnt den Preis, den sie für seine Freiheit bezahlt hat. Erst als das Gift zu wirken beginnt, erkennt er das Opfer, das Leonora für ihn gebracht hat. Als Leonora stirbt, befiehlt der Graf Manricos sofortige Hinrichtung und zwingt Azucena zuzuschauen. In diesem Moment, da Azucena nun ihre Mutter gerächt sieht, schleudert sie dem Grafen die Wahrheit entgegen: Er hat eben seinen eigenen Bruder getötet.
Biografien
Biografien Leading Team
Fabio Luisi
Musikalische Leitung
Fabio Luisi, Chefdirigent der Wiener Symphoniker, dirigiert nach der Premiere des Troubadours 2005 auch die Wiederaufnahme des Spiels auf dem See. Er ist in Bregenz kein Unbekannter: 1993 und 1994 zeichnete er für die musikalische Leitung der Opern im Festspielhaus Fedora und Francesca da Rimini verantwortlich. Darüber hinaus dirigierte er zahlreiche Orchesterkonzerte.
Luisi stammt aus Genua und studierte in seiner Heimatstadt Klavier sowie in Paris und Graz Dirigieren. Sein erstes Engagement führte ihn an das Opernhaus Graz. In Italien debütierte er 1984 als Dirigent in Martina Franca. 1987 begann seine internationale Karriere, die ihn an die wichtigsten Opernhäuser und zu den wichtigsten Sinfonieorchestern führte, darunter unter anderem das Staatstheater Stuttgart, die Deutsche Oper Berlin, das Rundfunkorchester München, das Gewandhausorchester Leipzig, die Bayerische Staatsoper, die Staatsoper unter den Linden, die Wiener Staatsoper und die Salzburger Festspiele. Von 1995 bis 2000 war Luisi künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Tonkünstlerorchesters in Wien, sowie von 1997 bis 2002 Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande. Seit 1999 ist er Chefdirigent des Sinfonieorchesters des Mitteldeutschen Rundfunks Leipzig, ab 2007
Generalmusikdirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden, wo er schon derzeit mehrere Neuproduktionen leitet. 2002 wurde Luisi mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich ausgezeichnet.
Thomas Rösner
Dirigent
Der junge österreichische Dirigent Thomas Rösner ist sowohl auf der Opernbühne als auch auf dem Konzertpodium ein gerngesehener Gast. Als Dirigent ist er international tätig, 2001 gab er sein Debüt in den USA mit dem Houston Symphony Orchestra. Regelmäßig dirigiert er Neuproduktionen, z. B. an der Oper in Bordeaux, in Lyon, in Paris sowie bei der Glyndebourne Touring Opera und in Marseille. In der letzten Spielzeit gab er sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Humperdincks Königskindern, welches eine erneute Einladung zur Folge hatte. Mehrere Sommer war er musikalischer Leiter des Opernfestivals operklosterneuburg. Mit Beginn der Spielzeit 2005 ist er als Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Bieler Symphonieorchesters in der Schweiz engagiert, mit dem Orchester übernimmt er eine Oper pro Saison sowie die Abonnementkonzerte. Mit Fabio Luisi verbindet ihn seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Im Juli 2006 dirigiert er auch einige Vorstellungen von Die Fledermaus beim Glyndebourne Festival.
Robert Carsen
Inszenierung
Der kanadische Regisseur hat sich bereits mit vielen Inszenierungen international einen Namen gemacht. Am Beginn seiner Karriere stand eigentlich eine Ausbildung als Schauspieler an der York University in Toronto und an der Bristol Old Vic Theatre School. Seinem Aufsehen erregenden Regiedebüt an der Glyndebourne Festival Opera folgten unter anderem Engagements an der Opéra de Paris, der Mailänder Scala, der Nederlandse Opera, der Metropolitan Opera, am Maggio Musicale Fiorentino, beim Festival in Aix-en-Provence, bei den Salzburger Festspielen und an der English National Opera. Für seine Operninszenierungen erhielt Carsen zahlreiche Preise, darunter den Premio Abbiati und den prestigeträchtigen Olivier Award sowie diverse Kritikerpreise in England, Frankreich und Deutschland. Mit Strauss’ Elektra bestritt er 2005 die Eröffnung von Seiji Ozawas neuem Tokyo Spring Festival. Auch als Schauspielregisseur hat sich Carsen einen Namen gemacht: Für das Piccolo Teatro in Mailand inszenierte er im Januar 2006 Brechts Mutter Courage in italienischer Sprache. An der Pariser Opéra Garnier inszenierte er u. a. Capriccio, eine Produktion, die inzwischen auch auf DVD erschienen ist. In der nächsten Saison wird er erneut an vielen internationalen Bühnen, u. a. in London, Chicago, Paris, Mailand und Venedig, zu Gast sein. Robert Carsen wurde von der französischen Regierung zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt.
Paul Steinberg
Bühnenbild
Paul Steinberg stammt aus New York City. Mit Robert Carsen verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Als Bühnenbildner arbeitete Steinberg an vielen großen Opernhäusern und Theatern und entwarf u. a. die Ausstattung für Lohengrin an der Pariser Opéra Bastille, Othello, Falstaff, Cavalleria rusticana, I pagliacci und Hindemiths Triptychon am Opernhaus Köln, I vespri siciliani an der San Francisco Opera, Turandot und Lulu an der English National Opera, The Rape of Lucretia an der New York City Opera und Schrekers Schatzgräber an der Oper Frankfurt. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Richard Jones und David Alden. An der Bayerischen Staatsoper in München zeichnete er verantwortlich für die Ausstattung von L’incoronazione di Poppea, Rinaldo, La calisto, Pique Dame und Rodelinda. Darüber hinaus unterrichtet er Bühnen-Design an der New York University.
Miruna Boruzescu
Kostüme
Die Kostümbildnerin Miruna Boruzescu stammt aus Rumänien und lebt seit vielen Jahren in Paris. Sie ist eine sehr vielseitige Künstlerin und entwarf Kostüme in den Bereichen Oper, Theater, Fernsehen, Kino und Ballet. Ihre Karriere führte sie an viele berühmte Opernhäuser und Theater, darunter die Oper Köln, das Grand Théâtre de Genève, das Pariser Théâtre de la Ville, die New York Met und Disneyland Paris. Ihre Arbeiten waren unter anderem in folgenden Opernproduktionen zu sehen: Macbeth, Die Zauberflöte, Cosi fan tutte, Parsifal, Carmen, Falstaff, Don Giovanni. Ihre Theaterarbeiten beinhalten u. a. Nomade, Le Bossu de Notre-Dame, L’Homme du Hasard, Amphitryon, Tartuffe und La nuit des Rois. Mit Robert Carsen arbeitet sie seit vielen Jahren eng zusammen, zuletzt bei Richard III. in Antwerpen und bei Brechts Mutter Courage in Mailand.
Patrick Woodroffe
Light Design
Die Arbeitsbereiche des Light Designers Patrick Woodroffe reichen von Musik über Theater, Oper, Mode und Tanz bis hin zu Industrie und Architektur. Die Liste seiner Kunden liest sich wie das „Who is Who“ des internationalen Musikbusiness: Er „erleuchtete“ unter anderem Konzerte von ABBA, AC/DC, Bob Dylan, The Bee Gees, Björk, Pet Shop Boys, Bryan Ferry, Depeche Mode, Elton John, Genesis, Mick Jagger, Phil Collins, Stevie Wonder, The Rolling Stones und Tina Turner. Auch das klassische Musiktheater ist ihm nicht fremd: So war er verantwortlich für das Light Design der Schwanensee-Produktion des English National Ballets in der Royal Albert Hall, an der Wiener Staatsoper gestaltete er Bühne und Licht für Jürgen Flimms Produktion von Romeo et Juliette. Darüber hinaus war Woodroffe verantwortlich für zahlreiche architektonische Lichtkonzepte wie etwa für die Gärten des Highgrove House - des Landsitzes des Prince of Wales - und für die Serpentine Gallery im Londoner Hyde Park. Er entwarf das Light Design für Präsentationen von Firmen wie Pepsi Cola und Mercedes Benz. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen das Light Design für die Taufe des Kreuzfahrtschiffs Queen Mary II und die große Show der Rolling Stones in Rio de Janeiro.
Philippe Giraudeau
Choreographie
Der Franzose Philippe Giraudeau arbeitet als Choreograph mit vielen wichtigen Regisseuren zusammen. Auf der Bregenzer Seebühne schuf er mit Richard Jones und Antony McDonald die umjubelten Inszenierungen Ein Maskenball und La bohème. Regelmäßig arbeitet er mit Robert Carsen zusammen, u. a. bei Hoffmanns Erzählungen an der Pariser Oper sowie bei Gespräche der Karmeliterinnen an der Scala und in Amsterdam, bei Alcina an der Pariser Oper, Semele an der English National Opera und Rusalka in Paris. Zuletzt erarbeiteten sie gemeinsam Orfeo ed Euridice an der Chicago Opera. Regelmäßig arbeitet er mit Stephen Langridge zusammen. In Amsterdam hatte Philippe Giraudeau im Frühjahr 2006 einen besonderen Erfolg mit Das schlaue Füchslein gemeinsam mit Richard Jones und Antony McDonald.
Ian Burton
Dramaturgie
Der Schriftsteller und Dramaturg Ian Burton studierte in seiner Heimatstadt Yorkshire, sowie an den Universitäten Leeds und Bristol. Ian Burton veröffentlichte mehrere Gedichtbände, Theater- und Ballettstücke sowie zahlreiche Artikel für Opernprogramme und –magazine, u. a. für die Wiener Staatsoper, die Metropolitan Opera, die Opera Paris und die English National Opera. Einige seiner Werke wurden vom BBC Radio aufgezeichnet und ausgestrahlt wie z. B. 1995 das Auftragswerk Mask über Henry Purcell oder 1998 ein Schauspiel über Francis Poulenc. Sein Stück Between two worlds, eine dramatische Biographie des Komponisten Erich Korngold, wurde 1996 beim Covent Garden Festival aufgeführt. Ian Burton inszeniert ebenfalls Musiktheater und gewann 1994 mit seiner Produktion mit drei Einaktern von Peter Maxwell Davies den von der Provinz Antwerpen vergebenen Preis für „best production of the year“. In der letzten Saison schrieb er das Libretto zu Richard III. für die flämische Oper in Antwerpen. Mit dem Regisseur Robert Carsen verbindet ihn seit 15 Jahren eine enge Zusammenarbeit.
Wolfgang Fritz
Akustik Design
Seit fünfundzwanzig Jahren ist Prof. Wolfgang Fritz Cheftonmeister der Wiener Staatsoper. Er hat am Radiotechnischen Institut des TGM studiert, wurde danach zuerst Assistent des Tonmeisters der Wiener Volksoper und bereits kurz darauf Tonmeister. Als Lorin Maazel Anfang der achtziger Jahre die Direktion der Wiener Staatsoper übernahm und neue Anforderungen an die Tonregie stellte, berief Bundestheater-Generalsekretär Robert Jungbluth Ing. Wolfgang Fritz ins Haus am Ring, wo er seither in allen akustischen Fragen oberste Instanz ist. Seit 1969 zeichnet Prof. Fritz bei den Bregenzer Festspielen für die Akustik verantwortlich und ist seit 1993 auch Sounddesigner der Seefestspiele Mörbisch (wo seither die von den Bregenzer Festspielen mitentwickelten Geräte - Matrix, Richtungsmischer - im Einsatz sind). Er gilt als der eigentliche Erfinder des sogenannten "Richtungshörens", eines akustischen Standards, der von Österreich aus die Welt eroberte. Eine besondere Auszeichnung erhielt die Akustik-Abteilung des Festspiele und Prof. Fritz im Frühjahr 2006: BOA (Bregenz Open Acoustics), das Seebühnen-Soundsystem, das seit dem Sommer 2005 ein weltweit einzigartiges Klangerlebnis unter freiem Himmel bietet, wird mit dem deutschen Bühnenpreis Opus in der Kategorie "Sounddesign" ausgezeichnet. Die neuartige akustische Raumsimulation für die Seebühne wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Ilmenau und der Lawo AG in Rastatt entwickelt.
Vladimir Minin
Chorleitung
Mit den Bregenzer Festspielen verbindet Vladimir Minin und seinen Moskauer Kammerchor eine lange Zusammenarbeit. Der Chor sang unter seiner Leitung bei mehreren wichtigen Produktionen im Festspielhaus und auf der Seebühne, u. a. in Ein Maskenball, La bohème und in Der Troubadour. Im letzten Sommer war der Chor auch in David Pountneys Inszenierung von Maskerade zu erleben. Von 1958 bis 1963 leitete Vladimir Minin die Staatskapelle von Moldawien Doina, mit dem Russischen Chor an der Leningrader Akademie arbeitete er von 1965 bis 1967. In seiner Funktion als Rektor der Gnessin-Musikakademie lud er 1973 Lehrer und Studenten zur Gründung eines Kammerchores ein, - ein zu dieser Zeit absolutes Novum. Aus diesen Anfängen entwickelte sich der professionelle Kammerchor Moskau, der inzwischen zu einem der führenden Ensembles in Russland zählt und dessen weltweite Wertschätzung sich in zahlreichen Gastspielen und Tourneen widerspiegelt.
Biografien Solisten
Scott Hendricks
Il conte di Luna
Scott Hendricks wurde in San Antonio, Texas geboren und machte seinen Studienabschluss am Houston Grand Opera Young Artist Programm. Direkt danach wurde er regelmäßiger Gast an der Houston Grand Opera, wo er in allen wichtigen Rollen seines Faches zu hören war. In Europa war er u. a. an der Kölner Oper zu erleben, z. B. als Donner in Das Rheingold, als Albert in Werther sowie als Pantalone in Liebe zu den drei Orangen. Er sang in der Weltpremiere von Mark Adamos Little Women. Scott Hendricks tritt regelmäßig in Konzerten und Liederabenden auf. In den letzten Jahren war er u. a. an der Denver Opera in Colorado, in Santa Fe und beim Wiener Klangbogen Festival 2004 engagiert. In der Saison 2004/2005 trat er als Chucho in Daniel Catans neuer Oper Salsipuedes an der Houston Grand Opera und als Richard III. in Batistellis gleichnamiger Oper in der Regie von Robert Carsen an der Flämischen Oper auf. In nächster Zeit wird er u. a. in Barcelona in Tod in Venedig und in Colorado in Nixon in China zu hören sein.
Željko Lučić
Il conte di Luna
Željko Lučić stammt aus Zrenjanin in Serbien und erhielt seine Gesangsausbildung an der Musikakademie in Novi Sad sowie an der Kunstakademie in Belgrad. Er debütierte 1993 als Silvio in I Pagliacci am Nationaltheater in Novi Sad. 1995 wechselte er ans Belgrader Nationaltheater. Seit 1998 ist er Ensemblemitglied der Frankfurter Oper, wo er sich die großen Partien seines Fachs wie Ford in Falstaff', Nabucco, Germont und Macbeth erarbeitete. Gastspiele führten ihn zum Festival nach Aix-en-Provence, nach Paris, mehrmals an die Oper in Amsterdam, sein Debüt am Londoner Covent Garden fand 2005 statt, ebenso wie in San Francisco in La forza del destino. 2006 wird er an der Metropolitan Opera New York sowie in München und Wien zu erleben sein. Den Grafen von Luna sang er schon im letzten Sommer bei den Bregenzer Festspielen.
George Petean
Il conte di Luna
Der gebürtige Rumäne lernte als Kind Klavier und Posaune. Noch während des Gesangsstudiums in seiner Heimatstadt Cluj-Napoca sang er als 21jähriger die Titelpartie in Don Giovanni. Als Solist der Rumänischen Oper in Cluj-Napoca stand er als Malatesta in Don Pasquale, Silvio in I Pagliacci, Dr. Falke in Die Fledermaus, Ford in Falstaff, Valentin in Faust und als Figaro in Il barbiere di Siviglia auf der Bühne. 1999 erhielt er den Großen Preis des internationalen Gesangswettbewerbes „Hariclea Darclée“ in Braila in Rumänien. Seit der Spielzeit 2002-03 ist George Petean Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper. Darüber hinaus gastierte der junge Bariton schon an großen europäischen Opernhäusern wie an der Staatsoper Berlin, der Opéra de Bastille in Paris und zuletzt in Bologna und am Royal Opera House Covent Garden. 2007 wird er zum ersten Mal am Teatre del Liceu in Barcelona, als Posa in Don Carlo auftreten, eine Rolle, die er auch an der Wiener Staatsoper singen wird.
Katia Pellegrino
Leonora
Katia Pellegrino wurde in der Nähe von Lecce geboren und studierte Violine und Gesang in Venedig. Später nahm sie an der Accademia Lirica Mantovana mit Katia Ricciarelli teil und gab ihr Debüt als Musetta in La bohème' in Chieti. Im Jahre 1998 gewann sie den ersten Preis beim Adami Corradetti Wettbewerb in Padova. Nachdem sie Finalistin beim Callas-Wettbewerb 2001 war, sang sie die Titelrolle in Norma und die Leonora im Troubadour in Parma. Es folgten Norma in Cremona, Como, Bergamo und Piacenza, Troubadour in Rom und Lissabon, Luisa Miller in Palermo, Otello in Sassari sowie La forza del destino in Lima. In der letzten Spielzeit konnte man sie als Violetta in Sassari, in I Lombardi alla I Crociata in Florenz und als Turandot in Rom erleben. Kurz vor den Bregenzer Festspielen 2006 gastierte sie in Japan, in der nächsten Spielzeit wird sie erneut in Catania singen.
Annalisa Raspagliosi
Leonora
Die italienische Sopranistin Annalisa Raspagliosi studierte in ihrer Heimatstadt Rom. Als Preisträgerin zweier wichtiger Gesangswettbewerbe erlebte sie einen ersten persönlichen Erfolg als Violetta in La traviata in Rom 1998. Diese Rolle sang sie danach an diversen Theatern, genauso wie die Rolle der Amelia in Verdis Simone Boccanegra. Seit Ende der 90er Jahre ist sie auf vielen internationalen Bühnen zu Gast, so z. B. als Antonia in Hoffmanns Erzählungen beim Macerata Festival, als Nedda in I Pagliacci am Los Angeles Music Center, als Margherita in Mefistofele an der Oper Frankfurt. In dieser Spielzeit ist sie auch als Fiordiligi in Mozarts Così am Opernhaus in Genua sowie als Amelia in Simone Boccanegra in Cagliari zu erleben. Als Leonora gibt sie ihr Debüt bei den Bregenzer Festspielen, eine Rolle, die sie erstmals in Turin gesungen hat und 2006 auch in Parma singen wird.
Iano Tamar
Leonora
Iano Tamar stand schon im Festspielsommer 2000 als Amelia in Ein Maskenball erfolgreich auf der Bregenzer Seebühne. Seither erlebt die Sopranistin eine internationale Karriere auf vielen großen Bühnen sowie im Konzertsaal. So war sie zuletzt am Teatro La Fenice in Venedig als Rachel in Die Jüdin zu hören, als Tosca am Grand Théâtre de Genève und in Verdis Requiem an der Deutschen Oper Berlin. Die Rolle der Leonora sang sie schon an vielen europäischen Opernhäusern, wie z. B. an der Deutschen Oper Berlin. An der Wiener Staatsoper ist sie ebenfalls häufig zu Gast, u. a. als Königin Elisabeth in Don Carlos und als Mathilde in Guillaume Tell. Regelmäßig singt sie die großen Verdi- und Puccini-Heldinnen, zeichnet sich aber auch als Sängerin der schwierigen Belcanto-Rollen wie z. B. der Semiramide aus. Die Künstlerin hat bei unzähligen CD-Produktionen mitgewirkt, u. a. als Verdis Lady Macbeth. In der nächsten Saison wird sie als Elettra in Idomeneo an der Deutschen Oper Berlin sowie erneut als Elisabeth in Don Carlos an der Wiener Staatsoper zu hören sein.
Marianne Cornetti
Azucena
Marianne Cornetti wurde in Cabot, Pennsylvania geboren. Sie studierte an der Duquesne University Gesang und Musik und belegte Kurse am Cincinnati Conservatory of Music, der Manhattan School of Music und in Italien. Ihre Karriere begann sie mit kleineren Rollen an berühmten Theatern wie der Met, Pittsburgh Opera Center und in Wolf Trap. Seit der Saison 2000/2001 gewann sie erstmals internationale Anerkennung in wichtigen Verdi-Partien, so feierte sie ihr Debüt an der Scala als Azucena im Troubadour, an der Wiener Staatsoper als Amneris in Aida und in der Arena di Verona in einer Neuproduktion des Troubadours. 2002 debütierte sie in Rom und in der Folge an weiteren wichtigen Theatern Italiens. 2003 sang sie Amneris und Azucena an der Met sowie in Washington. 2003/2004 trat sie als Amneris an der Wiener Staatsoper und an der Deutschen Oper Berlin auf. Darüber hinaus zeichnet sie regelmäßig CDs im Studio auf. Vor dem Festspielsommer 2006 war sie zu Gast bei den Festspielen in Orange. Zukünftige Projekte sind für Amsterdam und Brüssel in Planung.
Larissa Diadkova
Azucena
Larissa Diadkova wurde in Zelenodolsk geboren und studierte Gesang am Leningrad Conservatory. Nach ihrem Abschluss wurde sie Mitglied des Ensembles der Kirov Oper, wo sie ihr Debüt als Valvya in Glinkas Ivan Susanin gab. Als Mitglied dieses Theaters nahm sie an zahlreichen internationalen Theatertourneen mit Valery Gergiev teil. Larissa Diadkova war Gast in den großen Konzertsälen wie der Royal Albert Hall, dem Barbican Centre und der Wigmore Hall in London, im Konzerthaus und Musikverein in Wien, Concertgebouw in Amsterdam und Avery Fisher Hall in New York. Seit Anfang der 90er Jahre ist sie an sämtlichen großen internationalen Häusern zu Gast. Bei den Bregenzer Festspielen 1992 war sie in Kitesch zu hören. Mit Robert Carsen arbeitete sie schon mehrmals zusammen, u. a. an der Pariser Bastille in Rusalka. An diesem Haus war sie auch als Azucena zu hören, eine Partie die sie bei EMI unter Antonio Pappano aufgenommen hat. 2003 gab Larissa Diadkova ihr Debüt an der Lyric Opera in Chicago in Ein Maskenball und kehrte 2004 und 2005 an die Royal Opera Covent Garden, die Metropolitan Opera und die Bastille zurück.
Patrizia Patelmo
Azucena
Patrizia Patelmo wurde in Catania geboren, wo sie zuerst Literatur und Klavier studierte. Sie vervollständigte ihre Studien bei Renata Scotto und Carlo Bergonzi, dann gewann sie u. a. den As.li.co. Wettbewerb in Mailand 1993 und den internationalen Wettbewerb Città di Busseto 1995. Auf der Opernbühne war Patrizia Patelmo u. a. als Azucena am Nationaltheater in Belgrad, als Ortrud in Lohengrin und Ulrica in Ein Maskenball am Teatro Regio in Parma zu sehen und zu hören, als Miss Quickly in Falstaff am Teatro Politeama in Lecce, als Hexe in Hänsel und Gretel in Turin und als Amneris in Madrid. Die Rolle der Azucena übernahm sie auch 2004 an der Deutschen Oper Berlin und in Portsmouth. 2005 sang sie die Maddalena in Rigoletto in Teneriffa und die Ulrica in Ein Maskenball an der Florida Grand Opera. Sie präsentierte die Bregenzer Festspiele als Azucena im Januar 2005 bei dem alljährlichen Open Air Konzert Verdi im Schnee in Lech am Arlberg.
Ljubov Sokolova
Azucena
Ljubov Sokolova gibt mit der Rolle der Azucena ihr Debüt bei den Bregenzer Festspielen. Die russische Mezzosopranistin studierte in St. Petersburg, gewann diverse russische Gesangswettbewerbe und ist seit mehreren Jahren Mitglied des Ensembles des Marinskij-Theaters in St. Petersburg. In der Rolle der Azucena war sie auch schon in Parma 2001 zu hören. Mit David Pountney arbeitete sie bei einer Produktion von Tschaikowskys unbekannter Oper Die Zauberin in Lissabon und Baden-Baden zusammen. In den letzten Jahren erweiterte sie ihr Repertoire mit den Partien der Eboli und der Amneris. Sie wirkt bei diversen CD-Einspielungen mit, u. a. in Ivan der Schreckliche und Die Zarenbraut (Philipps Classics). Regelmäßig tritt sie bei den internationalen Gastspielen des Marinskij-Theaters auf, u. a. in London, Berlin und Baden-Baden.
Mikhail Davidoff
Manrico
Der aus Moskau stammende Tenor studierte an der russischen Akademie für Musik und Theater in Moskau. 1994 ersang er sich den dritten Preis beim renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Von 1991 bis 1994 war er als Solist des Bolschoi-Theaters in Moskau engagiert. Ab 1995 ist er in Europa und Amerika auf vielen internationalen Bühnen vor allem im italienischen und russischen Fach zu Gast. Regelmäßig ist er in Antwerpen, Berlin, Köln und Dresden zu hören, mit Robert Carsen erarbeitete er Othello in Antwerpen, mit Fabio Luisi Cavaradossi in Genf. 1999 gab er sein Debüt bei den Festspielen in Glyndebourne als Des Grieux in Manon Lescaut. Seit der Saison 1999/2000 gehört er zum Ensemble des Aalto Theaters in Essen, wo er u. a. auch als Manrico zu hören war. 2003 war er Don José in Trieste, 2004 sang er Manrico in Washington. In der Spielzeit 2005/ 2006 sang er u. a. die Titelpartie in Wagners Rienzi sowie Rodolfo in Luisa Miller in Essen und Hermann in Tschaikowskys Pique Dame in Frankfurt.
Zwetan Michailov
Manrico
Der bulgarische Tenor Zwetan Michailov kennt die Seebühne der Bregenzer Festspiele schon, denn hier sang er 1993 und 1994 in Verdis Nabucco den Ismaele. Er absolvierte die Akademie für Musik in Sofia und wurde nach der Diplomprüfung Solist am Opernhaus Rousse (Bulgarien). Es folgten dort Engagements in La bohème, Eugen Onegin, La Traviata, Faust sowie Madame Butterfly sowie im gleichen Fach am Opernhaus in Varna (Bulgarien). Im Jahr 1987 gewann er den Szeged-Preis beim internationalen Gesangswettbewerb Belvedere in Wien. Zur Eröffnung der Spielzeit 1989/90 wurde Zwetan Michailov in Saarbrücken engagiert. Seit Beginn der neunziger Jahre ist der Tenor Gast auf vielen internationalen Bühnen und erarbeitete sich im Laufe der Zeit das schwere Tenorfach. In Mailand lebend ist er u. a. in Italien im italienischen Fach gern gesehener Gast in Opern wie Ernani, Don Carlo, Carmen, Troubadour, Francesca da Rimini. Auch in Amerika, z. B. in Los Angeles kann man ihn regelmäßig erleben. Zuletzt sang er Manrico in Bologna, Andrea Chénier in Berlin und Cavaradossi in Hamburg.
Arnold Rawls
Manrico
Der amerikanische Tenor studierte in Oklahoma und lebt mittlerweile in Chicago. In den letzten Jahren hat er sich das Verdi- und Puccini-Fach erarbeitet. So singt er regelmäßig die Rolle des Calaf in Puccinis Turandot, u. a. an der Des Moines Opera, Opera Omaha, Opera Nevada und an der Mobile Opera. Den Festspielsommer 2005 verbrachte er als Calaf in Santa Fe. Zu Beginn der Spielzeit sang er Des Grieux in Chicago. Weiters singt er regelmäßig Don José, Radames, Canio in I Pagliacci und Pinkterton. Nach seinem Engagement in Bregenz wird er an der Florida Grand Opera als Radames debütieren, Calaf an der Chicago Opera sowie erneut im Frühjahr 2007 an der Pensacola Opera. Dieses ist sein Debüt in Europa.
Carl Tanner
Manrico
Der Amerikaner Carl Tanner gehört zu den gefragtesten Tenören seiner Generation und ist auf vielen internationalen Bühnen zu Gast. Vor allem im italienischen Fach, in den schwierigen Verdi- und Puccini-Rollen, verzeichnete er Erfolge. So war er z. B. in Antwerpen als Rodolfo in Luisa Miller, an der Deutschen Oper Berlin als Manrico, in Tokio als Andrea Chenier zu erleben. An der Dresdner Semperoper sang er die Rolle des Calaf in Turandot unter der musikalischen Leitung von Fabio Luisi, eine Partie, die er auch im Central Park New York mit der MET gesungen hat. Den Manrico sang er erstmals am Opernhaus von Washington. Zuletzt debütierte er beim Maggio musicale in Florenz als Calaf sowie an der Hamburgischen Staatsoper als Turiddu in Cavalleria rusticana. Mit der Rolle des Manrico gibt Carl Tanner sein Debüt in Österreich. Für die nächsten Spielzeiten sind seine Debüts an der Pariser Oper und dem Teatro Real in Madrid sowie weitere Vorstellungen an der Met, in Dresden, Brüssel und Berlin geplant.
Clive Bayley
Ferrando
Der vielseitige englische Bass zeichnet sich durch ein breitgefächertes Repertoire von Monteverdi über Puccini und Verdi bis zu Britten und Birtwistle aus. Sowohl auf der Opernbühne als auch im Konzertsaal ist er ein international gefragter Gast. Er gab sein Debüt am Londoner Covent Garden in Birtwistles Gawain und wurde daraufhin für diverse Rollen seines Faches eingeladen. Regelmäßig arbeitete er mit David Pountney, Richard Jones und Robert Carsen, u. a. an der Londoner ENO, zusammen. 2004/ 2005 gab er sein Debüt an der San Francisco Opera, in Genf sowie beim Bayerischen Rundfunk in München. Im Frühjahr 2006 sang er im Schlauen Füchlsein an der Amsterdamer Oper. Regelmäßig, auch in diesem Sommer, ist er an der Bayerischen Staatsoper zu hören, u. a. in Giulio Cesare und in La Calisto. Darüber hinaus hat er bei diversen Einspielungen mitgewirkt, u. a. auch als Ferrando in englischer Sprache bei Chandos.
Markus Marquardt
Ferrando
In Düsseldorf geboren erhielt der junge Baßbariton seine Gesangsausbildung bei Werner Lechte an der dortigen Musikhochschule. 1993 bekam er den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert und das Förderstipendium der Kölnischen Rückversicherung für Nachwuchssolisten. Seine ersten Erfahrungen konnte er als Gralsritter in Parsifal in Amsterdam und bei den Salzburger Festspielen in Elektra sammeln. Von 1996 bis 2000 war er festes Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart, wo er seinen ersten Colline in La bohème sang und sein Rollendebüt als Sarastro gab. Seit Sommer 2000 ist Markus Marquardt an der Dresdner Semperoper engagiert, wo er sich als Leporello in Don Giovanni, als Figaro in der Hochzeit des Figaro und als Orest in Elektra profilieren konnte. Bei den Bregenzer Festspielen 2001/02 war er als Colline engagiert. Darüber hinaus gastierte er an internationalen Häusern wie der Bayerischen Staatsoper München, der Deutschen Opern Berlin, in Genf und in den USA. Der vielseitige Künstler ist ebenso ein gefragter Konzertsänger.
Giovanni Battista Parodi
Ferrando
Der junge Bass wurde in Genua geboren und debütiert diesen Sommer in Österreich. Im Jahre 1992 begann er sein Gesangsstudium und ab 1997 setzte er es bei Roberto Negri an der Accademia di Palazzo Ducale fort. Er nahm an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil, u. a. in Locarno und in Mailand. Parallel war er im Opernbereich in Adriana Lecouvreur, Aida, Samson et Dalila, Nabucco und in Der Troubadour zu hören. 1999 trat er der Opernschule der Scala bei, wo er sein Debüt in Fidelio erlebte und auch in Tosca auftrat. Die Scala-Saison 2001 eröffnete er mit Otello und 2002 mit Iphigenie en Aulide. Er feierte sein Debüt am Londoner Covent Garden in einer Neuproduktion von Rigoletto. In der Saison 2005 / 2006 konnte man ihn u. a. in La bohème an der Bastille und in Turin, als Pagano in I lombardi alla I Crociata in Florenz, in Rigoletto in Covent Garden, als Count Walter in Luisa Miller in Neapel und in Macbeth in Bologna. Auch in der nächsten Saison wird er in Paris, Mailand und London zu hören sein.
Larissa Demidova
Ines
Die junge Mezzosopranistin studierte in Jekaterinenburg und debütierte nach der erfolgreichen Teilnahme an diversen Gesangswettbewerben auch an der dortigen Staatsoper. Sie erarbeite sich ihr Repertoire, das von Verdis Amneris in Aida und Preziosilla in Die Macht des Schicksals, über Rosina im Barbiere di Siviglia bis zu Bizets Carmen reicht. Seit einigen Jahren lebt sie in Italien und ist gerngesehener Gast auf dortigen Opernbühnen und in Konzertsälen, so konnte man sie in Turin, Venedig, Udine und Piacenza erleben. Am Theater La Fenice war sie in Katja Kabanowa engagiert. Zuletzt gastierte sie auch in Spanien und Frankreich. Die Rolle der Ines im Troubadour ist ihr Debüt bei den Bregenzer Festspielen. Sie singt außerdem die Alt-Partie in der diesjährigen Festmesse.
Deanne Meek
Ines
Die Mezzosopranistin wurde in Pacific Northwest geboren. Sie begann Ihre Karriere als Sängerin in den USA und sang dort an vielen wichtigen Opernhäusern. In der Folge debütierte sie auch in Großbritannien, u. a. im Rosenkavalier und Il Barbiere di Siviglia an der Opera North, als Alcina an der English National Oper und im Sommer 2004 als Cenerentola an der Grange Park Opera. In der letzten Spielzeit sang sie in Brüssel und Barcelona die Hermia in Brittens Midsummernights Dream. An der New Yorker Metropolitan Opera war sie u. a. in Idomeneo und Madame Butterfly sowie in Rusalka zu sehen. Für das Boston Baroque sang sie Nerone in L’incoronazione di Poppea, Mozarts Requiem und Händels Messias und nahm The Beneficent Dervish für das Telarc Label auf. Als aktive Liedsängerin war sie beim Tanglewood und Ravinia Music Festival in den USA sowie in Paris, New York, Baltimore, Washington und St. Louis engagiert. 2005/ 2006 war sie als Dorabella in Così an der Opéra National du Rhin, Strasbourg und als Rossweisse in Walküre am Châtelet zu erleben. Für die nächste Spielzeit ist ihr Debüt am Teatro Real in Madrid geplant.
José Luis Ordonez
Ruiz
Der lyrische Tenor wurde 1969 in Mexiko geboren, wo er auch sein Diplom in Musikwissenschaft an der Akademie der Schönen Künste machte. Seine Stimmausbildung erhielt er bei Prof. Lazarro Ferrari und Prof. Richard Poppino. Seine Opernausbildung machte er im Rahmen des Programms Belcanto Northwest in Portland, Oregon. Sein professionelles Debüt gab er in Mexico als Luigi in Il tabarro. Zu seinen Engagements an der Oper Chihuahua in Mexico zählen Cavalleria Rusticana, I Pagliacci und Il Tabarro. Er war in den Rollen Alfredo in La Traviata, Turido und Pietro in Mascagnis Cavalleria Rusticana und Herzog von Mantua in Rigoletto zu hören. Regelmäßig tritt er auch in Zarzuela-Konzerten auf. In Österreich war er bereits in Innsbruck als Don Carlos zu Gast.
André Post
Ruiz
Der junge niederländische Tenor studierte in Den Haag und am internationalen niederländischen Opernstudio. Er ist ein gefragter Konzertsänger, regelmäßig arbeitet er mit dem Utrechts Barok Consort, dem Nederlands Kamer Orkest und Residentie Orkest zusammen. Auf der Opernbühne konnte man ihn bisher vor allem in den Niederlanden erleben. Die Rolle des Ruiz sang er bereits in einer konzertanten Aufführung im Amsterdamer Concertgebouw. Stefan Soltesz lud ihn für mehrere Produktionen nach Essen ein, u. a. als Eisslinger in den Meistersinger von Nürnberg. An der Amsterdamer Oper war er als erster Gefangener in Fidelio zu hören. In der letzten Spielzeit war er in Turandot und in dieser Spielzeit in Manon an der Reisopera engagiert.
Dimitry Belosselskyi
Alter Zigeuner
Der junge russische Bass ist seit einigen Jahren Mitglied des Kammerchor Moskaus, tritt jedoch darüber hinaus regelmäßig als Solist auf. Bei den Bregenzer Festspielen 2001 und 2002 war er auf der Seebühne schon in La bohème zu hören. Die Rolle des alten Zigeuner hat er auch schon im Sommer 2005 gesungen.
Das Bühnenbild in Zahlen und Fakten
Eines der Hauptelemente des knapp 56 Meter breiten, 40 Meter tiefen und insgesamt 711 Tonnen schweren Troubadour-Bühnenbilds sind vier 15 Meter hohe Silos aus Aluwellblech an den vorderen und hinteren Ecken der Bühne, die in ihrer Anordnung an die Wachtürme einer mittelalterlichen Festung erinnern. Im Zentrum der Bühne befindet sich der knapp 12 Meter hohe, 15 Meter lange und 10 Meter tiefe sogenannte „Sechser Silo“: Erbaut aus Stahl, Schichtholz und Lochgitter ist er sowohl innen als auch außen begehbar und dient nicht nur als Auftrittsort für Sänger und Statisten, sondern auch als Versteck für Lautsprecher und Scheinwerfer.
Dominiert wird das Bühnenbild von einem verwirrenden Röhrensystem, das an fast allen Stellen über Treppen und Stege begehbar ist. Herausragendstes Element ist ein freischwebendes, quer über die Bühne reichendes Stahlrohr mit 2 Metern Durchmesser, die sogenannte „Bridge“: Diese 17 Meter hohe und über 33 Meter breite Stahlkonstruktion ist über Stege und Treppen ebenfalls teilweise begehbar. Im hinteren Teil der Seebühne befinden sich fünf Kamine, dessen höchstes 27 Meter erreicht, während der vorderste Teil der Bühne vom 48 Meter langen, schwefelgelb gestrichenen sogenannten „Beach“ eingenommen wird, der das Reich der Zigeuner symbolisiert: Er liegt knapp über der Wasseroberfläche und besteht aus einer aus 300 Fässern konstruierten Wand sowie 150 losen Fässern, die teilweise im See schwimmen. Um der Umwelt nicht zu schaden, wurden hierfür jedoch keine echten Ölfässer verwendet, sondern Lebensmitteltonnen, die echten Rohölfässern täuschend ähnlich sehen. Für die Kaschur der 7000 Quadratmeter großen Oberfläche der Bühne wurden 10 Tonnen Spachtelmasse, 2 Tonnen rote Farbe sowie 500 Kilogramm fluoreszierende Tagesfarbe verbraucht.
Credits: Producer: Bregenzer Festspiele GmbH | Director: Robert Carsen | Set Design: Paul Steinberg Lighting Design: Patrick Woodroffe | Date of Production: 07/20/2006 to 08/19/2006 | Location: Water Stage Bregenz, Austria
Quelle: http://www.bregenzerfestspiele.com/
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